Siegfried, Act II, Scene 3, IV, Da lieg auch du, dunkler Wurm!

歌手:Wolfgang Windgassen • 时间:

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Da lieg’ auch du,
dunkler Wurm!
Den gleißenden Hort
hüte zugleich
mit dem beuterührigen Feind:
so fandet beide ihr nun Ruh’!
Heiß ward mir
von der harten Last!
Brausend jagt
mein brünst’ges Blut;
die Hand brennt mir am Haupt. –
Hoch steht schon die Sonne:
aus lichtem Blau
blickt ihr Aug’
auf den Scheitel steil mir herab. –
Linde Kühlung
erkies’ ich unter der Linde!
Noch einmal, liebes Vöglein,
da wir so lang
lästig gestört, –
lauscht’ ich gerne deinem Sange:
auf dem Zweige seh’ ich
wohlig dich wiegen;
zwitschernd umschwirren
dich Brüder und Schwestern,
umschweben dich lustig und lieb!
Doch ich – bin so allein,
hab’ nicht Brüder noch Schwestern:
meine Mutter schwand,
mein Vater fiel:
nie sah sie der Sohn! –
Mein einz’ger Gesell
war ein garstiger Zwerg;
Güte zwang
uns nie zu Liebe;
listige Schlingen
warf mir der Schlaue;
nun mußt’ ich ihn gar erschlagen!
Freundliches Vöglein,
dich frage ich nun:
gönntest du mir
wohl ein gut Gesell?
Willst du mir das Rechte raten?
Ich lockte so oft,
und erlost’ es mir nie:
du, mein Trauter,
träfst es wohl besser!
So recht ja rietest du schon.
Nun sing’! Ich lausche dem Gesang.
Hei! Siegfried erschlug
nun den schlimmen Zwerg!
Jetzt wüßt’ ich ihm noch
das herrlichste Weib:
auf hohem Felsen sie schläft,
Feuer umbrennt ihren Saal:
durchschritt’ er die Brunst,
weckt’ er die Braut,
Brünnhilde wäre dann sein!
O holder Sang!
Süßester Hauch!
Wie brennt sein Sinn
mir sehrend die Brust!
Wie zückt er heftig
zündend mein Herz!
Was jagt mir so jach
durch Herz und Sinne?
Sag’ es mir, süßer Freund!
Lustig im Leid
sing’ ich von Liebe;
wonnig aus Weh
web’ ich mein Lied:
nur Sehnende kennen den Sinn!
Fort jagt’s mich
jauchzend von hinnen,
fort aus dem Wald auf den Fels!
Noch einmal sage mir,
holder Sänger:
wird’ ich das Feuer durchbrechen?
Kann ich erwecken die Braut?
Der Waldvogel
Die Braut gewinnt,
Brünnhild’ erweckt
ein Feiger nie:
nur wer das Fürchten nicht kennt!
Der dumme Knab’,
der das Fürchten nicht kennt,
mein Vöglein, der bin ja ich!
Noch heute gab ich
vergebens mir Müh’,
das Fürchten von Fafner zu lernen.
Nun brenn’ ich vor Lust,
es von Brünnhilde zu wissen:
wie find’ ich zum Felsen den Weg?
So wird mir derWeg gewiesen:
wohin du flatterst
folg’ ich dem Flug!

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[00:33.875]Da lieg’ auch du,
[00:38.195]dunkler Wurm!
[00:42.802]Den gleißenden Hort
[00:48.718]hüte zugleich
[00:51.143]mit dem beuterührigen Feind:
[00:55.064]so fandet beide ihr nun Ruh’!
[01:24.215]Heiß ward mir
[01:28.915]von der harten Last!
[01:33.042]Brausend jagt
[01:34.278]mein brünst’ges Blut;
[01:36.939]die Hand brennt mir am Haupt. –
[01:42.403]Hoch steht schon die Sonne:
[01:45.867]aus lichtem Blau
[01:48.161]blickt ihr Aug’
[01:51.026]auf den Scheitel steil mir herab. –
[01:58.769]Linde Kühlung
[02:02.516]erkies’ ich unter der Linde!
[02:23.533]Noch einmal, liebes Vöglein,
[02:28.179]da wir so lang
[02:30.006]lästig gestört, –
[02:31.557]lauscht’ ich gerne deinem Sange:
[02:37.323]auf dem Zweige seh’ ich
[02:40.200]wohlig dich wiegen;
[02:43.986]zwitschernd umschwirren
[02:46.078]dich Brüder und Schwestern,
[02:49.351]umschweben dich lustig und lieb!
[02:59.763]Doch ich – bin so allein,
[03:03.867]hab’ nicht Brüder noch Schwestern:
[03:09.818]meine Mutter schwand,
[03:15.363]mein Vater fiel:
[03:20.923]nie sah sie der Sohn! –
[03:25.808]Mein einz’ger Gesell
[03:28.503]war ein garstiger Zwerg;
[03:31.106]Güte zwang
[03:33.210]uns nie zu Liebe;
[03:35.840]listige Schlingen
[03:36.794]warf mir der Schlaue;
[03:38.292]nun mußt’ ich ihn gar erschlagen!
[03:47.625]Freundliches Vöglein,
[03:51.644]dich frage ich nun:
[03:58.741]gönntest du mir
[04:02.930]wohl ein gut Gesell?
[04:08.098]Willst du mir das Rechte raten?
[04:13.058]Ich lockte so oft,
[04:17.053]und erlost’ es mir nie:
[04:24.126]du, mein Trauter,
[04:28.023]träfst es wohl besser!
[04:31.674]So recht ja rietest du schon.
[04:40.753]Nun sing’! Ich lausche dem Gesang.
[04:50.687]Hei! Siegfried erschlug
[04:52.388]nun den schlimmen Zwerg!
[04:55.761]Jetzt wüßt’ ich ihm noch
[04:57.446]das herrlichste Weib:
[05:00.276]auf hohem Felsen sie schläft,
[05:04.492]Feuer umbrennt ihren Saal:
[05:08.421]durchschritt’ er die Brunst,
[05:12.937]weckt’ er die Braut,
[05:16.898]Brünnhilde wäre dann sein!
[05:22.004]O holder Sang!
[05:24.311]Süßester Hauch!
[05:26.280]Wie brennt sein Sinn
[05:28.156]mir sehrend die Brust!
[05:30.100]Wie zückt er heftig
[05:32.106]zündend mein Herz!
[05:35.668]Was jagt mir so jach
[05:37.971]durch Herz und Sinne?
[05:41.483]Sag’ es mir, süßer Freund!
[05:56.857]Lustig im Leid
[06:00.423]sing’ ich von Liebe;
[06:08.624]wonnig aus Weh
[06:12.098]web’ ich mein Lied:
[06:18.098]nur Sehnende kennen den Sinn!
[06:23.834]Fort jagt’s mich
[06:25.649]jauchzend von hinnen,
[06:27.471]fort aus dem Wald auf den Fels!
[06:32.294]Noch einmal sage mir,
[06:37.955]holder Sänger:
[06:41.322]wird’ ich das Feuer durchbrechen?
[06:43.574]Kann ich erwecken die Braut?
[07:04.776]Der Waldvogel
[07:10.487]Die Braut gewinnt,
[07:15.344]Brünnhild’ erweckt
[07:18.391]ein Feiger nie:
[07:20.397]nur wer das Fürchten nicht kennt!
[07:22.137]Der dumme Knab’,
[07:23.730]der das Fürchten nicht kennt,
[07:25.462]mein Vöglein, der bin ja ich!
[07:28.799]Noch heute gab ich
[07:30.811]vergebens mir Müh’,
[07:32.136]das Fürchten von Fafner zu lernen.
[07:34.957]Nun brenn’ ich vor Lust,
[07:37.777]es von Brünnhilde zu wissen:
[07:42.458]wie find’ ich zum Felsen den Weg?
[07:47.401]So wird mir derWeg gewiesen:
[07:50.186]wohin du flatterst
[07:51.149]folg’ ich dem Flug!

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Da lieg’ auch du,
dunkler Wurm!
Den gleißenden Hort
hüte zugleich
mit dem beuterührigen Feind:
so fandet beide ihr nun Ruh’!
Heiß ward mir
von der harten Last!
Brausend jagt
mein brünst’ges Blut;
die Hand brennt mir am Haupt. –
Hoch steht schon die Sonne:
aus lichtem Blau
blickt ihr Aug’
auf den Scheitel steil mir herab. –
Linde Kühlung
erkies’ ich unter der Linde!
Noch einmal, liebes Vöglein,
da wir so lang
lästig gestört, –
lauscht’ ich gerne deinem Sange:
auf dem Zweige seh’ ich
wohlig dich wiegen;
zwitschernd umschwirren
dich Brüder und Schwestern,
umschweben dich lustig und lieb!
Doch ich – bin so allein,
hab’ nicht Brüder noch Schwestern:
meine Mutter schwand,
mein Vater fiel:
nie sah sie der Sohn! –
Mein einz’ger Gesell
war ein garstiger Zwerg;
Güte zwang
uns nie zu Liebe;
listige Schlingen
warf mir der Schlaue;
nun mußt’ ich ihn gar erschlagen!
Freundliches Vöglein,
dich frage ich nun:
gönntest du mir
wohl ein gut Gesell?
Willst du mir das Rechte raten?
Ich lockte so oft,
und erlost’ es mir nie:
du, mein Trauter,
träfst es wohl besser!
So recht ja rietest du schon.
Nun sing’! Ich lausche dem Gesang.
Hei! Siegfried erschlug
nun den schlimmen Zwerg!
Jetzt wüßt’ ich ihm noch
das herrlichste Weib:
auf hohem Felsen sie schläft,
Feuer umbrennt ihren Saal:
durchschritt’ er die Brunst,
weckt’ er die Braut,
Brünnhilde wäre dann sein!
O holder Sang!
Süßester Hauch!
Wie brennt sein Sinn
mir sehrend die Brust!
Wie zückt er heftig
zündend mein Herz!
Was jagt mir so jach
durch Herz und Sinne?
Sag’ es mir, süßer Freund!
Lustig im Leid
sing’ ich von Liebe;
wonnig aus Weh
web’ ich mein Lied:
nur Sehnende kennen den Sinn!
Fort jagt’s mich
jauchzend von hinnen,
fort aus dem Wald auf den Fels!
Noch einmal sage mir,
holder Sänger:
wird’ ich das Feuer durchbrechen?
Kann ich erwecken die Braut?
Der Waldvogel
Die Braut gewinnt,
Brünnhild’ erweckt
ein Feiger nie:
nur wer das Fürchten nicht kennt!
Der dumme Knab’,
der das Fürchten nicht kennt,
mein Vöglein, der bin ja ich!
Noch heute gab ich
vergebens mir Müh’,
das Fürchten von Fafner zu lernen.
Nun brenn’ ich vor Lust,
es von Brünnhilde zu wissen:
wie find’ ich zum Felsen den Weg?
So wird mir derWeg gewiesen:
wohin du flatterst
folg’ ich dem Flug!

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